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RPlus | Rolle der Nullposition
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Visionen wirklich werden lassen

 

Um auf möglichst direktem Wege ohne große und teilweise schmerzliche Umwege auf die ersehnte Wolke 7 zu gelangen, hilft es oft eine Art Bestandsaufnahme der eignen Vorstellungen und Träume in Bezug auf die Beziehung zu unseren Pferden zu machen. Was war mir immer schon wirklich wichtig im Leben mit Pferden? Was meine ich besonders gut oder besonders schlecht zu können? Wovor habe ich Angst? Nur wer weiß wohin er will kann auch dorthin aufbrechen. Um die eigene Vision genauer erfassen zu können, hilft vielen Menschen eine kleine Imaginationsreise: Aus diesem Grund habe ich ein Foto von einer Pferdeherde als Illustration für diesen Artikel ausgewählt. Es soll als Anknüpfungspunkt für spontane Assoziationen auf der Suche nach den tiefsten inneren Wünschen dienen. Um die Ideen sprießen zu lassen betrachtet man das Bild zunächst ganz genau. Dabei erfasst man die Lichtstimmung, die Stimmung der Tiere untereinander, die Farben und die kleinen Details der Landschaft. Nun geht man von der realen Betrachtung über in die Imaginationsphase.

Die Imaginationsphase

 

Die Augen werden geschlossen und das Bild wird vor dem inneren Auge rekonstruiert. Nun lässt man eigene Ideen und Veränderungen in dieses entstandene Bild einfließen. Vielleicht verändert sich die Anzahl der Pferde, ihre Rasse oder ihre Bewegungen? Vielleicht sind bekannte Pferde dabei? Was könnte in einer nächsten Szene daraus entstehen? Könnte nach und nach ein Film entstehen an dem nun auch man selbst beteiligt ist und seinen eigenen Anteil nimmt? Welche Sequenzen laufen nun vor dem inneren Auge ab? Welche Gefühle entstehen dabei? Gibt es dazu reale Erinnerungen, Gedanken oder Erfahrungen? Wie lange liegen diese zurück?

Was symbolisieren Pferde für dich?

 

Eine zentrale Frage in dieser Übung ist für mich persönlich: Was symbolisieren Pferde für mich? Für jede*n von uns bedeuten Pferde und damit auch die eigene Beziehung zu ihnen etwas anderes. Für manche von uns ist der Begriff und das Symbol der Freiheit das erste was uns im Zusammenhang mit Pferden einfällt. Daher sehen viele vor ihrem inneren Auge Wildpferdeherden in den unterschiedlichsten Teilen der Welt in der freien Natur. Andere haben vielleicht den Begriff Harmonie symbolisiert durch eine*n Reiter*in auf dem Pferd, die eine besondere Beziehung zueinander und eine echte Einheit verkörpern.

Träume, Wünsche, Vorstellungen

 

Imaginationsbilder spiegeln immer auch ein Stück weit unsere unterbewussten Wünsche, Träume und Ideen wider. So könnte ein steigender Vollblutaraber ein Symbol der Stärke und des Temperaments sein, während eine Mutterstute mit ihrem Fohlen eher Mütterlichkeit, Liebe und Fürsorglichkeit darstellt. Verbreitet sind auch konkretere Visionen, also innere Bilder von besonderen Lektionen, die unser Pferd doch bitte können sollte oder auch der Traum vom gemeinsamen Schwimmen mit dem Pferd in seinem schönen idyllischen See. Auch Schreckensbilder von durchgehenden Pferden oder von Momenten des Abschieds vom geliebten Pferd können auftauchen, sie können etwa mit der Urgewalt, der eigenen Hilflosigkeit oder tief verborgenen Ängsten in Verbindung gebracht werden.

Im Wechselbad der Gefühle

 

Ordnen wir den unterschiedlichen inneren Visionen nun Gefühle zu, so können wir uns auch unserer widersprüchlichen Bildern bewusst werden. Oft zeigt sich so eine innere Ambivalenz gegenüber dem Thema Pferd. Während wir auf der einen Seite von der Freiheit auf dem starken, galoppierenden Hengst am Strand träumen, seine Kraft und Geschwindigkeit teilen wollen und die Natur über seinen Hufschlag, das Meeresrauschen, das Spritzen des Wasser spüren möchten, so besteht doch auch das Schreckensbild von einem missglückten Sprung und einem daraus resultierenden Sturz mit Verletzungsfolge. Wir finden uns in einem Wechselbad der Gefühle wieder, die Pferdebilder zeigen uns sowohl unsere Träume, die wichtig für unsere Zufriedenheit und unser Glücksgefühl sind, als auch unsere schlimmsten Ängste, denen es ins Auge zu sehen gilt.

Verleiht eurer Fantasie mal Pegasusflügel, Marlitt

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Marlitt Wendt

 

 

Ich bin Verhaltensbiologin und eine Pionierin auf dem Gebiet des Trainings mit positiver Verstärkung für Pferde. Das was zunächst als private Leidenschaft begann, ist seit fast 20 Jahren meine Berufung. Ich habe meinen Traum verwirklicht und durfte mein Wissen und meine Erfahrung als Autorin in vielen Sachbüchern und Fachartikeln veröffentlichen und als Dozentin auf Seminaren im gesamten deutschsprachigen Raum in der Praxis umsetzen. RPlus ist nun die Quintessenz meiner bisherigen Arbeit. Mit RPlus als Idee, positive Verstärkung in ihrer Gesamtheit darzustellen und den Grundgedanken des Gebens wirklich zu leben, veröffentliche ich hier lerntheoretische Inspirationen, meine eigenen Ausbildungskonzepte und persönliche Einblicke in meine Pferdewelt.

Conny Ranz

 

 

Ich bin Pferdefotografin und Grenzgängerin. Mit meiner Kamera bewege ich mich zwischen den Welten. Zwischen Tier und Mensch, zwischen Traum und Realität. Pferde ihrer Natur entsprechend in ihrer ganzen Persönlichkeit zu zeigen, begeistert mich damals wie heute. Dazu bin ich unter anderem europaweit auf den Spuren der Wildpferde unterwegs. Diese Begegnungen erwecken stets den Mut zur Freiheit in mir. Mit meinen Bildern durfte ich bereits an einigen Buchprojekten namhafter Verlage sowie in diversen Pferdemagazinen mitwirken. Vor allem aber verleihe ich damit unserem gemeinsamen Herzensprojekt RPlus aus vollster Überzeugung Flügel.

AUTHOR: Conny Ranz & Marlitt Wendt