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RPlus | Blicktarget nach Marlitt Wendt
Video und Artikel zum Blicktarget nach Marlitt Wendt
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Mehr Power im Galopp

 

Um den Galopp immer kadenzierter und energievoller zu gestalten, gibt es einige Trainingstipps zu beachten. Gerade wenn man mit Belohnungen arbeiten möchte, ist es wichtig, dass unser Pferd selbstständig mitarbeitet und Verhalten anbietet, was wir wiederum markern und belohnen können. Im folgenden Video zeigen Islandwallach Yri und Lea verschiedene Aspekte, die es für mehr Power im Galopp zu beachten gibt.

Körperspannung erhöhen

 

Pferde orientieren sich immer auch an der Körpersprache, der Körperspannung und der Bewegungsenergie des Menschen. Je nachdem wieviel gebündelte Energie wir ausstrahlen, das Pferd wird unseren Energielevel meist spiegeln. Das bedeutet, wenn wir mehr Energie ins System geben, gibt auch das Pferd mehr Gas. Wichtig dabei ist die eigene Energie nicht als Druckmittel in Richtung des Pferdes zu schicken, sondern frei im Raum fließen zu lassen. Gegebenenfalls muss man das langsam auftrainieren, nicht bei jedem Pferd kann man wie hier gleich im Galopp starten. Gerade Pferde welche bereits mit viel körpersprachlichem Druck gearbeitet worden sind brauchen Zeit und viele Belohnungen um zu verstehen, dass sie nicht getrieben werden sollen, sondern eingeladen werden dem Menschen zu folgen.

Bild: Inaja Fark

Bewegungsideen aufgreifen!

 

Geht es um mehr Energie im Galopp, so ist es gut die Eigeninitiative des Pferdes zu fördern, Bewegungsideen aufzugreifen und kreative Hüpfer zu markern und ausgiebig zu loben und zu belohnen. Besonders auch wenn man seine eigenen Bewegungsmuster verändert, wenn man mal hüpft oder springt wird man immer mal wieder Bewegungsimpulse des Pferdes hervorlocken können.

Bild: Inaja Fark

Lektionen wechseln

 

Bei eher ruhigen Pferden wechsel ich wie Lea hier im Video gerne zwischen unterschiedlichen Lektionen. Meinen Plan beispielsweise am Galopp zu arbeiten unterbreche ich immer wieder mit anderen Themen, um Bewegungsmuster zu kombinieren. Für mehr Energie eignen sich beispielsweise wie hier der Spanische Schritt, da sich das Pferd hier stolz und mit hoher Körperspannung präsentiert, aber auch schnelle Gangarten- oder Handwechsel. Es wird schnell eine allgemeine Steigerung der Energie möglich, wenn man die Kraft aus einer Lektion in eine andere überträgt.

Pferde sind verschieden

 

Bei meiner Arbeit mit unterschiedlichen Pferden beachte ich immer ob es sich bei meinem vierbeinigen Gegenüber eher um einen aktiven oder einen reaktiven Typ handelt. Je nachdem wie prompt das Pferd eh auf Bewegungsideen meinerseits reagiert, frage ich gleich zu Beginn einer Einheit nach vielen unterschiedlichen Mustern oder aber lasse ihm viel Zeit erstmal gewissermaßen warm zu werden. Yri hier im Video ist ein Pferd welches erst einmal schaut und nach und nach auftaut und Energie entwickelt.

Eigene Körpersprache

 

Die Bewegungen eines Tänzers wirken deshalb so elegant, sportlich und präzise, weil sie mit ihrem gesamten Körper arbeiten und elastisch, federnd ihre Gelenke beugen und strecken. Je mehr man davon gezielt einsetzen kann, desto mehr Energie wird auch das Pferd umsetzen. Der Galopp ist beispielsweise eine gesprungene Gangart im Dreitakt, es hilft daher ungemein um einen taktklaren, gesprungenen Galopp beim Pferd zu trainieren selbst auch etwas zu springen. Der Galopp hat eine Schwebephase und diese Schwebephase gilt es auch bei der Bodenarbeit zu beobachten um den Galoppsprung nach und nach zu vergrößern und zu verlängern.

Bilder: Inaja Fark

Targetarbeit zur Orientierungspunkt

 

Pferde können sich sehr gut an einem Target orientieren. Ein Target ist ganz allgemein ein Zielobjekt. Das Pferd wird im Trainingsprozess über Belohnungen darauf konditioniert ein ganz bestimmtes Körperteil an das Objekt anzunähern. Dazu kann man beispielsweise eine Gerte verwenden, gegen die das Pferd mit der Brust springen soll. So wird die Galoppbewegung nach und nach größer und ausdrucksstärker. Es wird eventuell höher springen und mehr Energie zeigen. Yri lernt so sich mehr im Galopp selbst zu tragen. Er „setzt“ sich vermehrt auf die Hinterhand, wird leicht in der Vorhand, wölbt den Rücken auf, hebt seinen Brustkorb und springt eher aufwärts. Diese neue Bewegungsenergie wird von Lea natürlich direkt geclickt und belohnt. So vorbereitet kann das Galopptraining auch zu anderen Lektionen wie beispielsweise zur Passage oder zum fliegenden Galoppwechsel hinführen. Wichtig bei der Targetarbeit mit einer Gerte als Target ist, dass man das Pferd zunächst gründlich mit dem Hilfsmittel vertraut macht. Pferde die durch andere Trainingsmethoden bereits Angst vor der Gerte haben, können besser mit einem anderen Gegenstand, einer Poolnudel oder einem Bambusstab trainiert werden.

Alles Liebe, Marlitt

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Marlitt Wendt

 

Ich bin Verhaltensbiologin und eine Pionierin auf dem Gebiet des Trainings mit positiver Verstärkung für Pferde. Das was zunächst als private Leidenschaft begann, ist seit fast 20 Jahren meine Berufung. Ich habe meinen Traum verwirklicht und durfte mein Wissen und meine Erfahrung als Autorin in vielen Sachbüchern und Fachartikeln veröffentlichen und als Dozentin auf Seminaren im gesamten deutschsprachigen Raum in der Praxis umsetzen. RPlus ist nun die Quintessenz meiner bisherigen Arbeit. Mit RPlus als Idee, positive Verstärkung in ihrer Gesamtheit darzustellen und den Grundgedanken des Gebens wirklich zu leben, veröffentliche ich hier lerntheoretische Inspirationen, meine eigenen Ausbildungskonzepte und persönliche Einblicke in meine Pferdewelt.

Conny Ranz

 

Ich bin Pferdefotografin und Grenzgängerin. Mit meiner Kamera bewege ich mich zwischen den Welten. Zwischen Tier und Mensch, zwischen Traum und Realität. Pferde ihrer Natur entsprechend in ihrer ganzen Persönlichkeit zu zeigen, begeistert mich damals wie heute. Dazu bin ich unter anderem europaweit auf den Spuren der Wildpferde unterwegs. Diese Begegnungen erwecken stets den Mut zur Freiheit in mir. Mit meinen Bildern durfte ich bereits an einigen Buchprojekten namhafter Verlage sowie in diversen Pferdemagazinen mitwirken. Vor allem aber verleihe ich damit unserem gemeinsamen Herzensprojekt RPlus aus vollster Überzeugung Flügel.

AUTHOR: Conny Ranz & Marlitt Wendt