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RPlus | Das Interview mit Conny und Marlitt
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Was bedeutet RPlus „on Tour“?

Conny

Die Idee von RPlus war es, etwas zu kreieren, was uns alle miteinander verbindet. Und dahinter steckt viel mehr als nur die einzelnen Erfahrungen von Marlitt und mir. Erst durch das Zusammenwirken mit unseren zwei- und vierbeinigen Freunden, Interessierten und Pferdebegeisterten kann R+ existieren, wie es das jetzt tut. Und dieser Grundgedanke ist eben so essentiell und vielschichtig, dass wir unsere Leser auch an der Entstehungsgeschichte teilhaben lassen wollen. In RPlus on Tour nehmen wir Euch mit zu den Quellen unserer Inspiration. Zu all den Orten, Menschen und Pferden, die uns auf dieser Reise begegnen und so ihre Spuren auf dieser riesigen Leinwand mit dem Namen „Wenn Pferde lächeln…“ hinterlassen.

Marlitt

Für mich steht dieser Bereich hier bei RPlus für Freiheit und Freundschaft. Conny und ich können, indem wir die Pferde dieser Welt besuchen, gemeinsam unterwegs sein, Pferdeverhalten in seiner Vielfalt entdecken und die vielen Menschen besuchen, die RPlus zum Leben erwecken. So entsteht für mich aus unserer langjährigen, Ländergrenzen überschreitenden Freundschaft etwas noch größeres: Eine Community, ein großer Freundeskreis.

Welche Reise war für RPlus von besonderer Bedeutung?

Marlitt

Für mich definitiv die Sardinien-Reise, wo alles begann. Im Schatten der Korkeichen bei den kleinen Wildpferden, den Cavallini della Giara, wo wir stundenlang Visionen unserer gemeinsamen Zukunft gezeichnet, Pläne geschmiedet und Ideen sortiert haben.

Conny

Nicht ganz. Ich würde sagen, dass das Ganze in Österreich, genau genommen in Graz begonnen hat. Bei einem Spaziergang in den verkehrsgeschwängerten Straßen meiner Heimatstadt haben wir unserer Grundidee auf die Welt verholfen.

Marlitt

Stimmt genau, der Spirit von RPlus war bereits da geboren. Es brauchte dann noch „etwas“ Inkubationszeit, bis wir nur zum Starten gekommen sind – so ein gutes Jahr Planung oder so.

Conny

So ist es. Beim Weiterspinnen unserer Idee stellte sich bald eine Euphorie ein, eine farbenfrohe Vorstellungskraft, wie schön das alles werden könnte. Ich wusste schon damals: Das wird etwas fürs Herz. Und mit diesem Vibe machten wir uns auf zu den Wildpferden Sardiniens. Fernab von Bekanntem konnten wir unseren Gedanken freien Lauf lassen. Ein kreativer Schaffensprozess setzte sich in Gang. Umgeben von den Naturschauspielen Sardiniens kam es uns vor, als würden wir unserer Idee Flügel verleihen. Und genau dort erschufen wir das Grundgerüst für RPlus.

Welche anderen Orte habt Ihr für RPlus bereits besucht?

Marlitt

Ach, gemeinsam haben wir schon so viel Wunderbares erlebt, mal überlegen: Wir waren auf der Sommeralm bei den herrlichen Haflingern und den mächtigen Norikern in der Steiermark, auf der Stubalm bei den Lipizzaner-Junghengsten, auf den Gestüten in Piber und Lipica. Immer auf der Suche nach Pferden, die zwar nicht wild, aber dennoch so frei wie in unserer Region möglich leben dürfen.

Conny

Mit Marlitt auf Achse zu sein, ist einfach großartig. Egal, ob wir uns durchs Gebüsch schlagen, um einen Blick auf wild lebende Pferde zu erhaschen oder ob ich Marlitt bei ihrer Arbeit mit meiner Kamera begleite, es funktioniert einfach. Erst dieses Jahr waren wir mehrmals bei einer wundervollen Kursgemeinschaft in der Schweiz zu Gast, wo ich die Seminare mit meiner Kamera begleiten durfte. Neben meinen Reisen zu den Wildpferden Europas in den vergangenen Jahren finde ich gerade diesen familiären Charme, der sich in diesem Rahmen entfalten darf, so schön. Es ist die Mischung aus fernen Ländern, wilden Pferden und liebgewonnenen Freunden, was unsere On-Tour-Erlebnisse so unvergleichlich macht.

Marlitt

Mir fällt grad` noch ein, auf der Geltinger Birk bin ich auch schon gewesen um die Koniks dort zu beobachten. Was für ein Erlebnis: Freilebende Pferde direkt an der Ostsee – und das noch in Deutschland.

Conny

Ja, das finde ich auch! Gerade, dass wir die Möglichkeit haben in Europa noch so viele frei lebende Wildpferdepopulationen beobachten zu können. Auf der Geltinger Birk ist es toll. Aber genauso haben mich die Begegnungen mit den Wildpferden von Bosnien Herzegowina und Portugal begeistert. Pferde, eingebettet in atemberaubende Naturkulissen und völlig frei in ihrem Verhalten. Da fühlte ich mich an den Ursprung zurück versetzt. Aber generell ist es immer etwas ganz Besonderes, Pferde in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Ob es nun die Garranos in Portugal sind, die weißen Pferde der Camargue oder die Koniks im Norden, alles hat seinen ganz eigenen Reiz.

Und was ist in Zukunft geplant?

Conny

Noch einiges. Einige Wildpferdepopulationen in Europa locken mit ihrem Ruf der Freiheit. Und das zieht uns in die Ferne. Vom Standpunkt der Verhaltensbiologie aus betrachtet, ist das natürlich ein Privileg solche Beobachtungen machen zu können und ergänzt unseren Grundgedanken von RPlus total. Aber auch vom Standpunkt der positiven Verstärkung aus gesehen, von der Philosophie, die unserer Idee zugrunde liegt, möchten wir weiterhin in die Welt hinaus, zu den Menschen und Tieren da draußen. Wir wollen Erfahrungen austauschen und uns miteinander vernetzen, über Ländergrenzen hinaus gemeinsam aktiv werden. Darauf freue ich mich mindestens genauso.

Marlitt

Ich wünsche mir noch mehr Besuche bei Pferd-Mensch-Teams, die den RPlus-Gedanken leben. Für intensiven Austausch, zur gegenseitigen Inspiration und um Impulse in die Welt hinaus zu senden. Denn ich denke, dass jeder Einzelne eine eigene Geschichte und seinen eigenen Zugang zum Pferd hat. Mir sind da auch gerade die Beobachtungen derer wichtig, die „besondere“ Pferde haben. Pferde, die vielerorts durch ein Raster fallen, etwa weil sie zu alt, zu krank, gehandikapt oder zu speziell in ihrem Verhalten sind, um einen anerkannten „Nutzen“ zu haben., Ich denke, dass wir gerade von diesen Pferden so viel lernen können. Sie zeigen uns, was Pferdsein im Kern bedeutet. Darüber hinaus wünsche ich mir auch Aufzeichnungen von meinen Seminaren und eine Begleitung meiner Kurse und Vorträge. Einfach, um die positive Botschaft von RPlus möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Und natürlich immer wieder Reisen zu den letzten mehr oder weniger wilden Pferden. Um zurück zu meiner Berufung als Verhaltensbiologin zu kommen und Pferde in ihrem natürlichen Umfeld beobachten und studieren zu dürfen.

Ach, es sollen Seminare, Vorträge und Kurse aufgezeichnet werden?

Marlitt

Genau, der persönliche Kontakt zu den Menschen, die eine Herzensverbindung zu Pferden spüren ist uns sehr wichtig. Nur mit ihnen möchten wir gerne so viel Zeit wie möglich verbringen. Wir wollen allen an positiver Verstärkung interessierten Menschen durch die so entstehenden Videos die Möglichkeit geben, Einblicke in meine Arbeit zu bekommen. Sie sind gewissermaßen eine Ergänzung zu den Kursen im Reallife und helfen die Zeit zwischen echten Besuchen zu überbrücken. Und dazu können wir so speziellen Themen ein Forum geben, die sonst vielleicht zu wenig Beachtung finden würden.

Conny

Und wir haben ja bereits begonnen das umzusetzen. Eben genau in diesem Kursumfeld in der Schweiz, wo mir sowohl Vier- und Zweibeiner schon sehr ans Herz gewachsen sind. Innerhalb dieser wertschätzenden Kursatmosphäre lassen sich mit Sicherheit noch viele Details rund um positive Verstärkung auf Film bannen. Und selbstverständlich werden wir weiterhin zu unseren zwei- und vierbeinigen Fotomodellen unterwegs sein, die mit ihren Persönlichkeiten RPlus ein Gesicht verleihen. Denn sie alle tragen mit uns gemeinsam dazu bei, dass unsere Idee wachsen kann. Danke dafür.

Und das Reisefieber? Wohin verschlägt es Euch dann demnächst?

Marlitt

Seit Conny mir von der Begegnung mit den Wildpferden in Bosnien vorgeschwärmt hat, träume ich davon diese auch einmal besuchen zu können. Vielleicht wird es schon bald möglich werden. Da freue ich mich schon sehr, die Unterschiede im Verhalten dieser Pferde im Vergleich zu jenen auf Sardinien entdecken zu können.

Conny

Ja, wenn die begeisterten Pferde mal mit mir durchgehen, dann ist nichts zu machen. Da „durfte“ sich Marlitt schon die ein oder andere Schwärmerei von mir anhören. Aber so inspirieren wir uns gegenseitig und es ist ganz erstaunlich, wie schöpferisch man plötzlich zu Werke geht, wenn die Zeit dafür reif ist. Dann fällt eine Idee auf fruchtbaren Boden und man fasst den Entschluss sich in ein weiteres Abenteuer aufzumachen. Und wenn mein Campervan seinem Namen „Fuchur“ gerecht wird, dann finden wir die Pferde. So war es bisher immer und das sind doch wunderprächtige Aussichten.

Marlitt Wendt & Conny Ranz

AUTHOR: Conny & Marlitt