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Empowerment für dein Pferd | RPlus
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Die Pferdeseele stärken

 

Viel zu viele Pferde leben in einer aus ihrer Sicht sehr eingeschränkten Welt. Sie können nicht selbst entscheiden, was sie wann machen wollen, mit wem sie Umgang haben oder ob und wie sie sich überhaupt mit dem Menschen beschäftigen möchten. Besonders extrem ist dieses fast vollständige Fehlen jeglicher Selbstverwirklichung offensichtlich bei Pferden in naturfernen Haltungsformen wie etwa bei der Boxenhaltung oder auch bei Turnierpferden, die in einen detailliert vorgefertigten Trainingsplan gepresst werden und häufige Reisen mit dem Pferdeanhänger oder Stallwechsel tolerieren müssen.

Das Los unserer Freizeitpferde

 

Vielleicht weniger auffällig, aber dennoch vorhanden ist dasselbe Phänomen auch bei unseren geliebten Freizeitpferden. Auch sie leiden oft an einem Mangel an Selbstbestimmung. Dieses Gefühl der persönlichen Freiheit, die Möglichkeit eigene Entscheidungen treffen zu können, kurz das Glück das Recht am eigenständigen Leben und Handeln zu spüren das ist es was ein Individuum ob Mensch oder Pferd erst wirklich zufrieden werden lässt. Selbstbestimmung bedeutet eben nicht nur entscheiden zu können, ob ich als Pferd lieber draußen oder drinnen stehen möchte, sondern letztlich auch, ob ich beim Training wirklich gerne mitmachen möchte oder ob ich nur „freiwillig“ teilnehme, weil ich sonst mit Druck dazu gezwungen werde.

Empowerment-Strategien

 

Genau hier setzen sogenannte Empowerment-Strategien, die das Selbstbewusstsein, den Entscheidungsspielraum und den Grad der Autonomie des Pferdes stärken sollen, an. Nur wer sich selber einmal zurückhält und wirklich einen Schritt zurück tritt um dem Pferd die Wahl zu lassen, kann herausfinden wie es das Zusammensein mit uns gestalten möchte. Ganz nebenbei stärkt es das Selbstbewusstsein des Pferdes und gibt ihm die Zuversicht in einem gewissen Rahmen frei über sein Leben bestimmen zu können. Wir können diese Bereicherung für den gemeinsamen Alltag erreichen, wenn wir unserem Pferd vertrauen und bereit sind unseren Ehrgeiz ein wenig zu zügeln. Es gibt im Training wie auch bei den alltäglichen Abläufen viele Variationsmöglichkeiten und wir dürfen gerne auch mal der Kreativität des Pferdes nachgehen ohne zu versuchen die immer gleichen eigenen Ziele und Ideen durchzusetzen. Wer etwa auf einem Spaziergang an einer Weggabelung mal auf das Pferd hört, der wird seinem vierbeinigen Partner auf eine ganz persönliche Entdeckungsreise begleiten dürfen.

Auf das Gegenüber einlassen

 

Viel zu oft und viel zu schnell wird von uns in das Training eingegriffen, damit wir ja nicht die ausgetretenen Pfade verlassen, aber ist es wirklich immer nötig nur unseren Vorstellungen nachzugeben? Selbstverständlich stecken wir als Menschen den groben Rahmen des Zusammenleben ab um eine gewisse Sicherheit zu gewährleisten und eine verlässliche Struktur zu etablieren.

Die Rollen tauschen

 

Aber wir sollten unseren Pferden auch immer kleine Inseln der Freiheit in ihrem Alltag gewähren, also hier auch mal Grasen dürfen, dort eine Lektion auf seine Art ausführen lassen oder eben das Pferd entscheiden lassen auf welche Aktivität es heute so Lust hätte. Wenn wir uns dem Pferd gegenüber großzügig verhalten wird es uns mit einem kleinen Einblick in seine Welt belohnen. Einfach einmal innezuhalten und dem Blick des Pferdes folgen und selbst genau dasselbe wahrzunehmen hilft sich einzufühlen in die Weltsicht des so andersartigen Lebewesens Pferd. Genau mit diesem Gefühl stärken wir seine Selbstwahrnehmung und damit letztlich auch unser gemeinsames Glück.

Von unserem Gegenüber können wir soviel lernen, Marlitt

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Marlitt Wendt

 

 

Ich bin Verhaltensbiologin und eine Pionierin auf dem Gebiet des Trainings mit positiver Verstärkung für Pferde. Das was zunächst als private Leidenschaft begann, ist seit fast 20 Jahren meine Berufung. Ich habe meinen Traum verwirklicht und durfte mein Wissen und meine Erfahrung als Autorin in vielen Sachbüchern und Fachartikeln veröffentlichen und als Dozentin auf Seminaren im gesamten deutschsprachigen Raum in der Praxis umsetzen. RPlus ist nun die Quintessenz meiner bisherigen Arbeit. Mit RPlus als Idee, positive Verstärkung in ihrer Gesamtheit darzustellen und den Grundgedanken des Gebens wirklich zu leben, veröffentliche ich hier lerntheoretische Inspirationen, meine eigenen Ausbildungskonzepte und persönliche Einblicke in meine Pferdewelt.

Conny Ranz

 

 

Ich bin Pferdefotografin und Grenzgängerin. Mit meiner Kamera bewege ich mich zwischen den Welten. Zwischen Tier und Mensch, zwischen Traum und Realität. Pferde ihrer Natur entsprechend in ihrer ganzen Persönlichkeit zu zeigen, begeistert mich damals wie heute. Dazu bin ich unter anderem europaweit auf den Spuren der Wildpferde unterwegs. Diese Begegnungen erwecken stets den Mut zur Freiheit in mir. Mit meinen Bildern durfte ich bereits an einigen Buchprojekten namhafter Verlage sowie in diversen Pferdemagazinen mitwirken. Vor allem aber verleihe ich damit unserem gemeinsamen Herzensprojekt RPlus aus vollster Überzeugung Flügel.

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AUTHOR: Conny Ranz & Marlitt Wendt