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RPlus | Geheimnisse der Freiarbeit
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A vision of freedom

Intuitiver Bewegungsdialog

 

Je mehr wir unseren intuitiven Wahrnehmungskanal für die Bewegungen des Pferdes und des Menschen öffnen, desto leichter wird es uns fallen einen wirklich synchronen Bewegungsdialog mit unserem zweibeinigen Trainingspartner zu entwickeln. Eine der wichtigsten Komponenten dabei ist das eigene Rhythmusgefühl. Es hilft ungemein, sich den eigenen inneren Taktgeber vorzustellen und wirklich körperlich wahrzunehmen in welcher Gangart man sich gerade selber befindet. Je nach Takt der eigenen Bewegungen – der Fußfolge ebenso wie der daraus resultierenden Armbewegungen – ergibt sich erst die Möglichkeit dass das Pferd neben uns den Takt und Rhythmus unserer Bewegungen spüren und daraus erfassen kann, ob wir gerade innerlich traben oder aber galoppieren. Das innere Bild der Bewegung hat dabei nichts mit unserer Geschwindigkeit zu tun, wir können auch langsam gehen und dennoch innerlich den Galopp vorgeben.

Taktgefühl

 

Ganz eng zusammen mit dem Taktgefühl korrespondiert auch die Vorstellung der Bewegung der einzelnen Körperpartien im Verhältnis miteinander. In welchem Winkel stehen die einzelnen Gliedmaßen zueinander? Auf welchem Schlag des Taktes beginnt die Bewegung und wo endet sie? Gerade bei den Übergängen von einer Gangart in eine andere zeigt sich der Unterschied zwischen dem reinen Abfragen einer Gangart auf ein Signal hin und dem Entstehen lassen auf einer körpersprachlichen Ebene. Es gibt im Bewegungsablauf immer diesen einen Moment, in dem der Gangartenwechsel in einer harmonischen Perfektion durchgeführt werden kann. Öffnet sich für uns dieses Zeitfenster des geschmeidigen Überganges so können wir darauf aufbauen und unsere gemeinsamen Bewegungen versuchen noch weiter zu synchronisieren.

Durchlassen von Bewegungen

 

Aus der Reiterei kennen viele den Begriff Durchlässigkeit. Nicht nur das Pferd soll durchlässig auf Hilfen reagieren und in der Lage sein, ohne ins Stocken zu geraten zwischen unterschiedlichen Bewegungsarten und Geschwindigkeiten zu wechseln. Auch der Mensch braucht für die wirklich schöne synchrone Freiarbeit ein hohes Maß an Durchlässigkeit. Jede Bewegung fließt dabei durch den gesamten Körper. Es geht also darum nicht nur auf die Abdrücke der eigenen Füße zu achten, sondern auch darauf wie sich dieser erste Bewegungsimpuls fortsetzt und möglicherweise in einzelnen Körperpartien blockiert oder verzögert wird.

Gemeinsam Ballett tanzen

 

Beobachtet man einmal professionelle Ballett-Tänzerinnen, so kann man in Perfektion beobachten, wie eine Bewegung nicht nur in den Füßen und Beinen entsteht, sondern durch den gesamten Körper bis zur Kopfhaltung oder in die Fingerspitzen fließt. Diese Geschmeidigkeit wünschen wir natürlich auch in unserem Pferd entdecken zu können, aber wir sind ja oft als Impulsgeber für Rhythmus – und Richtungsänderung verantwortlich für die Harmonie dieses Bewegungsdialogs und da spiegelt das Pferd oftmals nur ungeschminkt unsere eigen kleinen Stolperer.

Marlitt Wendt & Conny Ranz

AUTHOR: Conny & Marlitt