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RPlus | Dreifachkontingenz im Clickertraining
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Voraussetzung für den Trainingserfolg

 

Wie kann das Pferd eigentlich auf dem sichersten Wege verstehen, was es tun kann um eine Belohnung zu erhalten? Im R+-Training geht es vor allem darum für das Pferd eine Vorhersehbarkeit zu erschaffen. Es soll also in einer grundlegenden Ausbildungsphase verstehen wie das Training mit positiver Verstärkung funktioniert. Wir können dem Pferd das grundlegende Verständnis erleichtern, wenn es unser praktiziertes Grundschema verstehen und in verschiedenen Kontexten wiedererkennen kann. Unter Dreifachkontingenz verstehen wir in der Lerntheorie, dass unser Pferd eine nachvollziehbare Abfolge von Reizen, Handlungen und Konsequenzen kennenlernt. Wir schaffen damit eine Kommunikationsgrundlage, die sowohl für das Pferd wie auch für uns Menschen einen geregelten Ablauf vorgibt, welcher durch seine Vorhersehbarkeit dem Team Sicherheit vermittelt. Das Pferd lernt also, dass das Auftreten eines Reizes, eines Signals oder eines zufälligen Stimulus die Wahrscheinlichkeit erhöht oder verringert, dass eine bestimmte Folge eintritt – im Falle der positiven Verstärkung wäre das die Gabe einer Belohnung.

Die Dreifachkontingenz im Detail

 

Sich der Kontingenz der drei Trainingsebenen immer wieder bewusst zu machen, kann langfristig den Ausbildungserfolg stark erhöhen. Was soll das Pferd im Clickertraining neben der eigentlichen Lektion immer wieder auf der nächsthöheren Lernebene erfahren und verinnerlichen? Auf ein ganz bestimmten Reiz A folgt ein klar definiertes Verhalten B als Reaktion auf A und dieses führt direkt zu Verstärker C als Konsequenz. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber, dass beispielsweise unerwünschte Verhaltensweisen nie zu einer Belohnung führen oder aber dass es nicht wahllos viele unterschiedliche Signale für eine bestimmte Handlung gibt. Nur wenn das Pferd das Grundprinzip verstanden hat, nämlich dass es „korrekt“ auf ein Signal reagieren muss um an eine Belohnung zu gelangen, können wir die Komplexität der Aufgabenstellungen erhöhen. Ein Pferd, welches unterschiedliche Verhaltensweisen auf ein präzises Signal von uns anbietet oder aber seine Futterbelohnung unhöflich einfordert, zeigt uns, dass wir unserem Trainingspartner das Prinzip der Dreifachkontingenz wieder ins Gedächtnis rufen müssen. Dieser Dreiklang sollte für Mensch und Tier immer präsent sein, es ist quasi unsere Erkennungsmelodie, die unsere gesamte Kommunikation im Training begleitet. Wenn sich beide Seiten an dieses lerntheoretisches Grundmotiv halten, dann kann jeder sein Umfeld aktiv gestalten und kreativ sein – solange wir uns innerhalb dieses Rahmens vorhersehbar und fair dem anderen gegenüber verhalten.

Marlitt Wendt & Conny Ranz

AUTHOR: Conny & Marlitt