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RPlus | Verbindung in der Bewegung finden
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Reiten mit positiver Verstärkung

 

Reiten ist ein hochkomplexer Prozess, zwei total unterschiedliche Lebewesen möchten miteinander in der harmonischen Vertrautheit ihrer Bewegungen aufgehen. Das Pferd trägt den Menschen im Idealfall mühelos und ist in seiner natürlichen Bewegungsqualität nicht eingeschränkt, sondern wird eher noch ausdrucksstärker. Das jedenfalls ist mein Traumbild zum Thema Reiten. Ich möchte eine Resonanz zweier Körper ebenso erschaffen wie die Resonanz zweier Seelen. Das Reiten gibt mir im Gegensatz zu jeglicher Bodenarbeit die Möglichkeit Teil der Bewegung und damit des Gefühls des Pferdes zu werden. Jede Bewegung trägt eine Emotion in sich, jedes Gefühl wird in Bewegungen ausgedrückt. Reiten bedeutet für mich nicht einfach von A nach B getragen zu werden, sondern sich der Bewegung zu widmen und über die Bewegungen eine Verbindung zum Pferd herzustellen.

Ich möchte eine Resonanz zweier Körper ebenso erschaffen wie die Resonanz zweier Seelen.

Und in welchen Momenten nutze ich das Markersignal?

 

Das Markersignal und die Belohnungen nutze ich beim Reiten ganz bewusst in unterschiedlichen Zusammenhängen. Natürlich auf der einen Seite gerade zu Beginn der Ausbildung genau wie am Boden um einen bewussten Shaping-Prozess zu begleiten oder mit Hilfe eines Targets Bewegungsmuster zu verbessern. Außerdem bin ich der Meinung, dass gutes Reiten nur dann funktioniert, wenn man als Reiter immer besser in dem wird was man tut. Dazu gehört ein guter Sitz ebenso wie eine geschickte Koordination der Hilfen. Um das immer wieder zu üben braucht der Reiter viele, viele Wiederholungen und Sitzschulungen. In solchen Sequenzen, in der für das Pferd gar nichts Neues gelernt werden soll und es auch „nur“ intuitiv auf Veränderungen im Reitersitz reagieren soll, belohne ich es beiläufig und sage damit in etwa „Schön, dass Du da und dabei bist“.

Bewegungselemente

 

Das wirkliche Reiten beginnt für mich dann aber erst später. Wer ein wahrnehmender Reiter werden und die positive Verstärkung dafür gewinnbringend einsetzen möchte, der kann das Markersignal auch dazu nutzen, sich selbst und damit auch dem Pferd Resonanzen bewusst zu machen. Ein Beispiel: Wenn ein Pferd noch zu wenig aktiv mit der Hinterhand trabt, so kann der Reiter dies über eine Veränderung seines Sitzes positiv beeinflussen. Wenn das Tier nun so einfühlsam ist, dass es spürt, wann genau der unser Bewegungsimpuls eines bestimmten Hinterbeins durch den eigenen Körper hindurchfließt und seinen höchstmöglichen Punkt erreicht, dann kann das für uns ein günstiger Moment zum Clicken sein. Und im Laufe dieses Prozesses werden nicht nur wir in der Resonanz des Partners schwingen, sondern auch das Pferd kann so auf unser Bewegungsmoment eingehen und so gemeinsam mit uns einen Vektor der Harmonie erschaffen.

 

Marlitt & Conny

AUTHOR: Conny & Marlitt