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Frühling bei den Wildpferden Sardiniens | RPlus
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Frühling auf der Giara di Gesturi

 

Der Regen ergießt sich wie aus Kübeln auf mein fahrbares Zuhause, meinem VW LT31, über 30 Jahre alt und von mir liebevoll „Fuchur“ getauft. Es ist eiskalt hier drinnen. Ich meine eindeutig beurteilen zu können, dass es draußen auch nicht kälter ist. Ich kauere mich unter einen Berg Decken in die Ecke meines viel zu kurzen Bettes und friere. Draußen rückt die Wolkenfront im Sekundentakt näher und ganze Wolkenberge türmen sich in den Farben düstergrau bis stahlblau am Himmel auf. Durch die Fenster beobachte ich das Treiben, das sich wie ein aufziehender Weltuntergang darstellt. Ich spüre den Wind, der sich durch alle Türritzen quetscht und die ganze verbliebene warme Luft aus dem Inneren des Busses am anderen Ende wieder mit sich hinaus nimmt. Gestern ist mir das Gas ausgegangen. Mitten im März. Eigentlich würde mich das nicht sonderlich beeindrucken, weder im positiven noch negativen Sinn. Immerhin kann man sich ja Neues besorgen, aber ich schaffe es kaum aufrecht zu stehen, von Autofahren gar nicht erst zu sprechen. Seit ich hier im Zentrum der Insel Sardinien angekommen bin, plagen mich Fieber, Schüttelfrost, und Gelenkschmerzen (Anmerkung: Wir schreiben das Jahr 2018, also noch die Zeit vor Corona). Und die Tatsache, dass ich das Bett seit Tagen nicht verlassen kann, begünstigt zunehmend den Lagerkoller, der sich allmählich seinen Weg durch mein Bewusstsein bahnt.

Ans Bett gefesselt

 

Theoretisch hätte ich noch genügend Lebensmittel, wenn ich denn Hunger hätte. Aber den hab ich nicht und zusätzlich auch keine Lust und Kraft mir etwas zu kochen. Eigentlich eh ganz praktisch, weil sich ja eh das letzte Quäntchen Gas gestern aus der Flasche verabschiedet hat! Oh Freude! Naja, gut, wie man bei uns zu sagen pflegt: Ich komme ja nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen, was soviel heißt wie „ich bin ja nicht blöd“. Mir ist durchaus bewusst, dass ich noch mein Survival-Kit in dem untersten Fach dort drüben beim Eingang verstaut hab. Da stehen noch ein paar kleine Gaskartuschen, die man im Baumarkt unter dem Namen „Multigas“ kaufen kann, kosten nur einen Bruchteil von den gängigen Camping-Gas-Kartuschen und werden für Kram verwendet, für den man halt Gas sonst noch abseits vom Grillen und Kochen braucht. Was auch immer das sein mag. Die tun aber genauso ihren Zweck.

Achte auf die Details like always

 

Deren vorausschauenden Besitz verdanke ich einem Unterfangen vor zwei Jahren, als ich einfach mit Rucksack losgegangen und spontan durch halb Österreich gewandert bin. Da fiel mir nach der ersten Nacht bei der Zubereitung meines Frühstücks (Haferflockenschleim deluxe) auf, dass diese verdammten Camping-Gas-Kartuschen über kein Schraubventil verfügen und sich somit als völlig nutzlos für meinen Campingkocher entpuppten. Vor lauter Zorn über meine eigene Unfähigkeit mein Equipment vor dem Start zu prüfen, verdrückte ich ein paar Wuttränen.

Held*innen machen auch mal Fehler

 

Ist ja nicht so, als wären Darsteller*innen in den von mir willkürlich gestreamten Abenteuerfilmen der Vergangenheit nicht auch schon mit diesem Versäumnis mitten im Nirgendwo konfrontiert gewesen, oder? Vorzugsweise Filme mit weiblichen Hauptakteurinnen, die sich und der Welt beweisen, dass wahre Stärke vor allem im Geist begründet liegt und nicht im prozentualem Anteil der Muskelmasse zum Körper. Aber der Einfluss meiner Heldinnen blieb fruchtlos, ehe ich mich nicht selbst in der Situation wiederfand und aus meinen ganz eigenen Fehlern lernen musste. Nachdem es in so einem Fall eh nichts bringt, sich zu ärgern, weil das nur Energie von den Dingen abzieht, für die man sie eigentlich notwendiger braucht, hatte mich gleich wieder gefasst. So nahm ich einen kilometerlangen Umweg in Kauf, um mir in einem kleinen Baumarkt irgendwo in der Botanik Ersatz zu besorgen. Da trat Multigas in mein Leben und blieb. Seitdem hab ich immer ein, zwei Reservekartuschen im Van mit dabei. Nur für den Fall der Fälle. Was mir jetzt wiederum ein Gefühl der Genugtuung verschafft, Jahre später.

Wilde Pferde im Blütenmeer

 

Und so starre ich weiter nach draußen, wo sich seit Tagen immer und immer wieder derselbe Zyklus abspielt. Donnern, Stürmen, Schütten, Regnen, Abkühlen, mal eine kurze Klopause zwischen den Regentropfen und dann wieder alles von vorne. Ich bin immer noch verwundert, ja fast amüsiert darüber, dass ich vor einer Woche mit der felsenfesten Überzeugung losgefahren bin, hier den Frühling beim Einzug in dieses einzigartige Refugium zu begleiten. Ihm dabei zuzusehen, wie er die ersten Knospen der weißen Buttercups, die in den seichten Seen der Hochebene unter der Wasseroberfläche schlummern, mit seinen Sonnenstrahlen emporkitzelt. Die Vögel würden sich ein Wettzwitschern um die attraktivsten Partner*innen liefern und vor meinem inneren Auge wateten einzelne Gruppen der mehr als 400 Pferde der Giara di Gesturi durch das weiße Blütenmeer der Sumpfpflanzen. Kitschig schön und absolut real in meiner regenbogenbunten Conny-Bubble.

Frühling, wo bist du?

 

In Portugal ist es zu dieser Jahreszeit schon wesentlich wärmer und ich hatte zu Hause irgendwie ein Bild davon im Kopf, dass die beiden Gebiete ja gar nicht soweit auseinander liegen auf der Karte (nur eine Daumenbreite!). Und sich zudem von der Vegetation kaum voneinander unterscheiden. Trockene Erde, hitzeerprobte Bodenkriecher, Kräuter und kniehohes Gestrüpp, Büsche und Korkeichen.

Knapp daneben ist auch vorbei

 

Meine Fantasie preschte voran: „Muss passen mit Frühling, los geht’s!“ Die Realität jetzt wendet sich mir dagegen mit einem süffisanten Lächeln zu: „Träum‘ weiter, Darling.“ Wie mir nämlich ein Ranger in den nächsten Tagen in holprigem Englisch erklären wird, bin ich mit meinen Plänen mindestens zwei Wochen zu früh dran. Mit Pfeifgeräuschen versucht er mir zu vermitteln, dass der eiskalte Wind jedes zaghafte Aufstreben von Blüten und Pflänzchen gnadenlos vernichten würde. Dabei zerschneidet er theatralisch mit beiden Händen die Luft und köpft imaginäre Blütenkelche, neigt den Kopf zur Seite und vermittelt mir damit ein klares Bild von deren Tod.

Kein Abenteuer ohne Abenteuer

 

Trotz der ungemütlichen Bedingungen, die ich hier nun vorfinde, bin ich irgendwie auch ein klein bisschen stolz auf mich und meine naive Unwissenheit. Noch nie habe ich mich von Wetterberichten oder vagen Aussagen von Dritten davon abhalten lassen, mir ein eigenes Bild vor Ort zu machen. Immerhin kommt es sowieso immer anders man denkt.

Planlos drauflos

 

Rückblickend betrachtet, stellte sich dieses durchaus gesunde Maß an Planlosigkeit immer als Segen für mich heraus. Kein Abenteuer ohne Abenteuer. Und das heißt, dass man selbst in Zeiten der Internetrecherche nicht immer alles vorhersehen kann oder soll oder muss oder darf. Sondern einfach tut statt nur zu träumen. Und loslegt statt alles auf scheinbar passendere Zeiten zu verschieben. Wir alle wissen nur zu gut, dass das sonst nur zu leicht bedeuten könnte, dass wir es womöglich nie machen.

Winterblues

 

Seit Wochen hält sich zuhause in der Stadt die Sonne fern und der Winterblues trieb mich vor drei Tagen durch die trostlosen Gassen zu Straße, wo mein Van parkt. Ich hatte einen kleinen Rucksack dabei mit meiner Zahnbürste und ein paar Büchern, sprang hinein und fuhr los. Der Sonne entgegen. Ich wollte dahin zurück, wo vor einigen Monaten die Idee für unser Online-Magazin das Licht der Welt erblickt hat.

Unsere Vision begann hier

 

Letzten Sommer war ich nämlich schon mal hier, damals mit Marlitt. Im Schatten der Korkeichen und inmitten der kleinen Wildpferde der Giara di Gesturi schmiedeten wir das Konzept für ein gemeinsames Projekt, das die Natur der Pferde und ihre einzigartigen Persönlichkeiten beleuchten soll. Wir malten es uns so groß und so bunt aus, wie noch nie etwas zuvor in meinem Leben. Und so erschien es mir jetzt nur logisch meine kreative Blockade  in der Stadt hinter mir lassen und erneut zur Quelle unserer Inspiration zurückzukehren, um hier den Zauber des vergangenen Sommers neu aufleben zu lassen. Da, wo einst soviel kreative Energie aus uns heraussprudelte, wollte ich mich auch diesmal beflügeln lassen und das Konzept von RPlus weiter voranbringen. Immerhin wollen wir in eine paar Wochen online gehen. (Was sich so nebenbei bemerkt wieder mal wie so oft, als überaus optimistisch herausstellen sollte. Stattdessen wird es noch bis zum Herbst dauern, ehe wir die Pferdewelt mit unserer Idee auf den Kopf stellen werden ;).)

Schüttelfrost statt Gänsehautmomente

 

Ich bin mit großen Erwartungen gekommen, farbenfrohen Visionen und werde jetzt so richtig ausgebremst. Schöner Mist. Statt das 43 Quadratkilometer große Gebiet auf dem Fahrrad zu erkunden, ist mein Aktionsradius auf 20 m geschrumpft. Gerade für den täglichen Klogang reicht es. Statt Bilder von den umherwandernden Pferdefamilien vor atemberaubenden Sonnenuntergangskulissen auf meinen Kamerasensor zu bannen, überanstrenge ich meine Augen beim Lesen von Selbsthilferatgebern im Schein meiner zu schwachen Stirnlampe. Statt das Leben in all seinen Facetten zu inhalieren, stülpt sich meine Lunge bei würgenden Hustenanfällen fast durch meinen Hals nach außen. Ich schwitze, ich stinke und ich fühle mich erledigt.

Ein Schatz, den man hier hütet

 

Es ist also anders. Wieder mal. Oder wie so oft, wenn ich mit Fuchur unterwegs bin. Immerhin hatte ich diesmal ein konkretes Ziel vor Augen, und auch die Gewissheit, dass ich Pferde sehen werde. Im Gegensatz zu meinen früheren Begegnungen mit Europas Wildpferden, ist diese Hochebene hier der ideale Ausgangspunkt für alle, die gerne selbst einmal wildlebende Pferde sehen und beobachten wollen, abseits von Zoos und diversen Beweidungsprojekten. Die Gegend ist eindrucksvoll, aber über die Straße leicht zu erreichen. Das Gelände ist eben und lädt zu langen Spaziergängen oder Radtouren ein, bei denen so gut wie immer eine Sichtung dieser speziellen Pferde garantiert ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Tiere durch die exponierte Lage des Plateaus und die Tatsache, dass das gesamte Areal eingezäunt ist, am Abwandern gehindert werden. So vermeidet man, dass sie sich unkontrolliert vermehren und sich auf den Feldern der Bäuer*innen herumtreiben. Wie überall sonst auch, wenn es um wirtschaftliche Interessen der Bäuer*innen und Landbesitzer*innen geht, würde das nur für Konflikte sorgen. Hier in Gesturi hat man erkannt, dass man einen besonderen Schatz hütet und die lebenden Pferde doch von größerem Interesse sind als die toten. Vor allem für den Tourismus.

Idealer Ausgangspunkt für Wildpferdebeobachtungen

 

Im Augenblick stehe ich hier mit meinem Fuchur ganz allein auf dem großen Parkplatz. Lediglich morgens schraubt sich ein kleines Auto die Kurven herauf, das neben mir parkt. Ein paar Ranger mit ihren Kühlboxen steigen aus, und marschieren zur kleinen Hütte, wo Interessierte Broschüren, Informationen und Lagepläne erhalten können. Kurz vor Sonnenuntergang kommen sie wieder aus der Hütte, verschwinden im Auto und fahren nach Hause. Schöner Job, stell‘ ich mir vor. Hier in dieser Gegend. Sich um die Natur kümmern, Leute beraten und draußen sein. Wenn ich nur Italienisch könnte, könnte ich wahrscheinlich auch noch den ein oder anderen Insider*innen-Tipp erfahren. So reicht es grade für ein paar Brocken mit Händen und Füßen.

Landwirtschaft und Natur im Einklang

 

Hin und wieder passiert eine Traktor oder Pick-Up das große hölzerne Tor zum Areal. Schon von Weitem hört man die Leute mit ihren Fahrzeugen daherrasen. Der Schotter spritzt zur Seite und hinter sich ziehen sie selbst bei regennasser Fahrbahn eine Dreckwolke hinterher. Sie halten hier ihre Schafherden und sehen nach dem Rechten. Im Sommer konnten wir auch Arbeiter bei der Ernte von Kork beobachten, was hier scheinbar für einige Familien ein stabiles Einkommen darstellt. Die geernteten Baumteile warfen sie auf große Haufen am Rand des Parks, wo sie dann mit gekonnten Schwüngen von den Männern in die Luft geworfen und dort von weiteren Arbeitern auf der Laderampe des LKWs aufgefangen und auf übermannshohe Stapel geschlichtet wurden. Seit 2002 befindet sich das Plateau im Besitz der öffentlichen Hand, jedoch wird das gesamte Areal nach wie vor bewirtschaftet. Die Korkeichenwälder werden großteils noch genutzt und auch Landwirtschaft wird betrieben.

Ich bekomme Besuch von den Pferden

 

Ich ziehe mir noch einen Pullover an und ein dickes Paar Stricksocken. Nachmittags fällt die Temperatur nochmal bevor die Nacht hereinbricht. Das Schütten ist einem gemächlichen Prasseln gewichen. Ich mochte das Geräusch von Regen immer schon gerne. Regen, der aufs Dach prasselt hat etwas Beruhigendes an sich. Während ich mir die Socken umständlich anziehe, sehe ich im Augenwinkel ein paar Pferde auftauchen. Direkt an den Parkplatz grenzt ein kleiner See, der bis obenhin gefüllt ist mit Wasser. Das sah im Sommer noch ganz anders aus, da war hier nur krustige, in Kacheln aufgebrochene Erde und kein Tropfen Wasser zu sehen. Während der Wintermonate kehrt sich das jedoch um. Es handelt sich um eine sehr niederschlagsreiche Region. Der Himmel öffnet seine Schleusen und es regnet monatelang in so große Mengen, dass sich die vielen ausgetrockneten Seen wieder mit Wasser füllen die gesamte Hochebene buchstäblich unter Wasser steht.

Am richtigen Ort zur richtigen Zeit

 

Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Trotz meines wunden Halses und meiner geräderten Erscheinung macht sich Freude in mir breit. Da sind sie ja wieder. Das Highlight meines Tages. Täglich schlendert diese Gruppe an meinem Fenster vorbei und schenkt mir ein bisschen Pferdezauber. Sie kommen zu mir. Was für eine coole Sache, wenn ich schon nicht zu ihnen kommen kann, besuchen sie mich eben. Das erinnert mich an Portugal, wo ich mit meinem Van einfach planlos in den Bergen herumkurvte und plötzlich einen kleine Herde Garranos regelrecht aus dem Nichts meinen Weg kreuzte. So ganz ohne Vorwarnung liefen sie über die Straße. Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Oder eben damals in den Bergen von Bosnien Herzegowina. Nach einer langen Fahrt wachte ich in der Früh von ungewohnten Geräuschen auf, zog die Vorhänge zu Seite und sah sie. Fuchur und ich waren von allen Seiten von wilden Pferden umzingelt, die neugierig durch die Scheiben spähten. Ein Kindheitstraum war mit einem Mal wahr geworden.

Sehnsuchtsziel und Faszination Wildpferde

 

Ich glaube selbst wenn man kein großer Pferdenarr oder keine große Pferdenärrin ist, ist das ein bewegendes Erlebnis. Wild lebenden Pferden so hautnah zu begegnen ist etwas ganz Besonderes. Nicht umsonst verkörpern die Mustangs in Amerika den amerikanischen Traum von Freiheit und Ungezähmtheit. Sie lassen uns Menschen von Sehnsuchtszielen träumen, fernab von der viel zu schnell pulsierenden Zivilsation. Vom Leben im Einklang mit der Natur. Wilde Pferde üben eine Faszination auf uns aus, die schwer mit Worten zu beschreiben möglich ist. Ihre kraftvolle und doch in in sich ruhende Ausstrahlung, ihre Anmut und Stärke berühren etwas in uns, was wir oft vergessen haben, dass wir es besitzen. Die Fähigkeit einfach präsent zu sein. In diesem Augenblick.

Umsorgt in der Fremde

 

Ich setze mich nach vorne auf den Beifahrer*innen-Sitz und beobachte die Tiere, während die Wolkendecke aufbricht und die untergehende Sonne einen wohligwarmen, orangen Mantel auf die Szene legt. Plötzlich sehe ich einen Schatten um meinen Van huschen. Da klopft es an die Bustür. Ich klettere wieder nach hinten und öffne völlig zerzaust und mit dunklen Augenringen so groß wie Traktorreifen die Schiebetür. Eigentlich erwarte ich keinen Besuch. Vor mir steht Toni. Ein Typ, geschätzt Mitte 60 mit mit sonnengegerbter Haut und hunderten Lachfältchen um die spitzbübischen Augen. Mit seinem fast zahnlosen Grinsen sieht er mich an und stemmt mir einen Beutel entgegen, krächzt etwas auf Italienisch und nickt zustimmend in Richtung seiner ausgestreckten Hand.

Liebe Menschen

 

Ich bin etwas überrumpelt, nehme ihm aber den Stoffsack aus der Hand und blicke hinein. Der Duft von frischen Orangen strömt mir entgegen und von Kräutern und Blattgemüse. Er strahlt übers ganze Gesicht und deutet mir, dass er alles selbst gepflückt hat dort drüben, wo er ein kleines Beet angepflanzt hat. Und mit einer weiteren Kopfbewegung schwenkt er zum Park hinüber, wo er wahrscheinlich weiß, in welchem geheimen Winkel er suchen muss. Ich bin ganz gerührt von soviel Güte. Er muss mitgekriegt haben, dass es mir nicht gut geht. Immerhin verlasse ich kaum den Van, und wenn man mich wahrnimmt nur deshalb, weil ich dank meiner Hustenanfälle wie ein Rudel bellender Hunde klinge. Ich habe mich mit Toni schon gelegentlich versucht zu unterhalten und kenne ihn schon von unserem ersten Aufenthalt hier. Er lebt gleich am Rande des Parkplatzes in einer Hütte, die von außen eher einem Bretterverschlag gleicht. Mit Korkschindeln hat er das Dach eingedeckt und im Sommer öffnet er einen Fensterladen und verkauft ein paar selbstgeschnitzte oder sorgfältig getöpferte Amulette und Kunstobjekte an Tourist*innen.

Nachbarschaftshilfe weltweit?

 

Zusätzlich ziert eine ganze Armada von alten und neuen Fahrrädern in allen Größen den Parkplatz um seine Hütte. Tourist*innen können sich gegen eine freiwillige Spende einen Drahtesel schnappen und das Gelände erforschen. Da stehen einfach nur eine Büchse und ein Schild – den Rest überlässt Toni den Leuten. Er vertraut den Menschen. Ich freue mich wirklich sehr über das liebgemeinte Geschenk. Er blinzelt mir aufmunternd zu, lächelt warmherzig und verschwindet wieder in Richtung seiner Hütte. Solche Nachbar*innen wünscht man sich schließlich, egal wo man ist und lebt auf der Welt, oder?

Es geht bergauf

 

Tatsächlich fühle ich mich schon besser als ich am nächsten Morgen aufwache. Ich fühle mich nach einen kleinen Frühstück sogar so gut, dass ich mich an einen Spaziergang wage. Der Himmel verspricht weiterhin kein gutes Wetter, so beschränke ich meine Wanderung auf ein paar hundert Meter und drehe um, als es erneut zu tröpfeln beginnt. Ich bin alleine hier, seit Tagen hab ich kaum eine Menschenseele gesehen. Im Sommer tummeln sich hier zahlreiche Tagesausflügler*innen. Darunter auch viele Einheimische, die hier den Sonntag bei einem Picknick verbringen. Im ganzen Areal verteilt findet man ausgewiesene Picknickplätze zwischen den zahlreichen Seen, Steinbänke mit ausladenden Tischen und angrenzenden Grillstellen mit verbeulten Rosten.

Am Wasserloch

 

Als ich mit Marlitt zum ersten Mal hier war, hatten wir über 30°C. Viele der großen Seen waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgetrocknet, was sich für uns als Glücksfall erwies. Wir mussten uns nur am verbliebenen Wasserloch hinsetzen und einfach beobachten. Eine Pferdeherde löste die andere ab, Jungtiere plantschten freudig im Wasser herum, Fohlen und Mütter standen beisammen und wedelten sich mit ihren Schweifen die Fliegen aus den Gesichtern. Dieser verbliebene See-Rest im Zentrum des Geländes war unser „place to be“. Hier spielte sich alles ab. Spannend war, wie aktiv die Herden waren, wieviel und wie schnell sie sich bewegten und auch wie laut sie waren. Wir waren damals total überrascht, dass die einzelnen Tiere und Gruppen sich hier mit lautstarkem Gewieher verständigten, was wohl an der eingeschränkten Sicht liegt.

Das sardische Wildpferd

 

Die sardischen Wildpferde sind mit ca. 120 cm Stockmaß nicht besonders groß und können kaum das Gebüsch überblicken. Das Fehlen von Fressfeinden scheinen sie im Laufe der letzten Jahrhunderte bemerkt zu haben, weswegen es keinen Notwendigkeit gibt, sich als Fluchttierspezies besonders leise und unauffällig zu verhalten. Das unterscheidet sich doch maßgeblich von meinen Eindrücken der anderen Populationen in Portugal und Bosnien, wo die Pferde mit Wölfen koexistieren und permanent einem potentiellen Angriff ausgesetzt sind. Davon merkt man in dieser beschaulichen Gegend nichts.

Kleine Familienverbände

 

Die Herden hier fallen relativ klein aus. Auf einen Hengst kommen nur wenige Stuten mit ihren Fohlen. Das war früher anders. Da hat man von Seiten des Menschen auf das Hengst-Stutenverhältnis eingegriffen. Immer wieder hat man junge Hengste entnommen. So gab es keine Junggesellengruppen und die wenigen Hengste führten nicht selten eine Herde von 25 Köpfen an. Heute regelt sich der Bestand aufgrund des Nahrungsangebotes allein. So bestehen die Herden in der Regel aus dem Hengst und 2-4 Stuten und den Fohlen.

Vision und Wirklichkeit

 

Aber gerade sehe ich keine Pferde. Es sieht wohl ganz so aus, als müsste ich einen weiteren Tag im Van verbringen. Das Wetter schlägt um und ein weiterer Sturm zieht auf. Mir entgleitet ein kleines Schmunzeln, als ich an meine Werbesujet-Vision denke, die vor einer Woche meiner Fantasie entsprang und mit der ich hierher tingelte.

Mein Van und ich

 

Ich wollte atemberaubende Bilder von italienischen Wildpferden in einem weißen Blütenmeer festhalten. Stattdessen fegt ein eiskalter Wind durch die Büsche und verschwindet zwischen den Korkeichen, die sich mit ihren rauen, knorrigen Ästen scheinbar aneinander festkrallen. Manche Böen greifen sich meinen Fuchur und schütteln ihn solange, dass mir der Gedanke kommt, es könnte sich um überdimensionale Geburtswehen handeln und bald würde mein Van ein torkelndes, zerknautschtes Menschlein aus seinem Inneren auf den Parkplatz spucken. Ich stelle einen Tee auf, schäle mir eine von Tonis Orangen und lese eines meiner Bücher bereits zum zweiten Mal in diesem Leben. Und das kommt äußert selten vor, vor allem nie deshalb, weil mir der Lesestoff ausgegangen ist. Aber diesmal ist es doch geschehen. Naja, Hauptsache man ist gesund ist – ah, hoppla – da war ja noch was…

Weniger ist mehr?

 

Meine schweren Beine und mein pochender Schädel holen mich aus meinen Träumereien in die Realität zurück. Draußen schiebt sich wieder ein schwarzer Umhang über die Landschaft, ich schlüpfe wieder unter meinen Deckenberg auf meine alte, ausgemergelte Matratze, die ich im kommenden Jahr auswechseln werde! Diese Entscheidung fühlt sich jetzt so total logisch an, warum hab ich mich nicht schon früher darum gekümmert? Klar, jetzt wo man den ganzen Tage liegend im Van verbringt statt umherstreifend im Freien mit dem Entdeckergeist einer Pippi Langstrumpf, kommt einem das glasklar vor. Aber solange man es nicht erlebt hat, fällt einem gar nicht auf, wie unkomfortabel man eigentlich schon seit Jahren unterwegs ist.

#Vanlife

 

Seit 2 Tagen wache ich immer wieder mitten in der Nacht auf, weil mir der Oberarm einschläft, während sich mein Gewicht durch die Matratze auf die blanken Bretter drückt. Und das schmerzt als würde einem eine ganze Ameisenkolonie von innen den Arm abbeißen. Es besteht also noch immer Handlungsbedarf, wenn es um das buchstäbliche „Aufmöbeln“ meines alten Glücksdrachen geht. Wer sich dieses ganze #Vanlife, das ich in den nächsten Jahren ja nochmal intensivieren sollte, immer nur voller Lagerfeuerromantik und Sternengucker*innenmentalität vorstellt, glaubt womöglich auch, dass bei den fünf Zwergen hinter den acht Bergen flackernde Glühwürmchenhintern die Gänge in den Wohnhöhlen erleuchten.

Alltagsgeschichten aus dem Leben einer Vanreisenden

 

Ich liebe meine Van, keine Frage, mir fehlt auch weder die tägliche warme Dusche, noch der von uns als selbstverständlich aus der Steckdose abgezwackte Strom. Obwohl grade würde ich mir eine heiße Dusche und ein warmes Bett wünschen, um mir den Schweiß der letzten Tage vom Körper zu waschen. Stattdessen kauere ich fröstelnd mit meiner Stirnlampe in der Ecke und lese in der Entstehungsgeschichte von Greenpeace. Vielleicht passt das auch ganz gut zur Beschwörung meines Durchhaltevermögens. Die durften damals auch nicht zimperlich sein, als sie mit ihren Schiffen bei meterhohem Wellengang unaufhörlich gegen die Zerstörung der Welt anruderten. Es hätte sich wohl bis heute nichts verändert, wenn damals keine*r den Schaukelstuhl gegen Wellenbrecher getauscht hätte oder gemütliche Abende vorm Kaminfeuer gegen die beißende Kälte des Polarkreises. Man wird halt auch nicht über sich hinaus wachsen können, wenn man sich ständig nur in seiner Komfortzone aufhält. Das wissen wir alle, uns fällt es oft nur so verdammt schwer das auch anzuerkennen, wenn Herausforderungen an die Pforte unseres Lebens klopfen.

Ideenschmiede

 

So beschließe ich im Schein meines Hirnlichts, dass ich meinen Van nochmal mit einem Solarpanel aufstocken werde, sobald es meine Finanzen zulassen. In Zukunft möchte ich wenigstens soweit unabhängig sein, dass ich jederzeit meine elektronischen Geräte und noch wichtiger die Akkus meiner Kamera laden kann. Und abends könnte ich auch mal so richtig dekadent das Licht anlassen, ohne die Sorge mit diesem übertriebenen Konsum meine Batterie zu schreddern und am nächsten Tag nicht mehr vom Fleck zu kommen. Beim Gedanken daran fühle ich mich wie die Königin der Straßen.

Gegenwarts-Ich und Zukunfts-Ich

 

Bisher konnte und kann ich mit all den Kompromissen auf meinen Reisen ganz gut leben, aber noch weiß ich nicht, dass ich in einem Jahr meine Leben in der Stadt nochmal gegen ein Vollzeit-Vanleben tauschen werde, das mich bis nach Afrika führen wird. Dann werde ich nochmal alles rausholen, was mein alter Drache hier zu geben bereit ist, um mir nochmal etwas Komfort auf die Straße mitzunehmen. Und dann werde ich ganz froh sein, dass ich jetzt genügend Zeit und Hirnkapazitäten frei hatte, um mich schon mit dem Thema auseinander zu setzen. Also, es ist alles gut, wie es grade ist. Ich bin gerade genau da, wo ich hingehöre. Alles wird mich nur näher an mein nächstes Ziel bringen. Das wird mir zumindest in zwei Jahren vollkommen klar sein. 🙂

Frühling und Sommer

 

In der Nacht verstummt der Himmel und der Regen endet. In der Früh zwängen sich Sonnenstrahlen durch die Poren meiner Vorhänge und ich schüttle den Frust der letzten Tage von mir ab. Kurzentschlossen packe meine Fotorucksack mit Proviant, schnalle mein verrostetes Fahrrad vom Heck und trete in die Pedale. Die Natur erwacht mit mir, von allen Bäumen stimmen die Vögel ihre Lieder an und ich bin verzückt von der grandiosen Landschaft, die sich diesmal so anders präsentiert als noch im Sommer davor. Das gesamte Plateau ist mehr oder weniger in Wasser getaucht, überall, wo ich die Wege verlasse, um etwas näher an die erspähten Pferdefamilien heranzukommen, versinke ich knöcheltief im Sumpf. Im Sommer erwarteten uns hier an dieser Stelle dürstende Pflanzen und statt Seen staubende Felswüsten. Auch die Pferde sind diesmal viel schwieriger zu finden. Brauchten wir im Sommer einfach nur den Schotterweg entlang zu schlendern und es uns am Wasserloch gemütlich zu machen, muss ich jetzt viele Kilometer radeln, um überhaupt Pferde zu erblicken. Was mir jetzt natürlich auch logisch erscheint, gibt es nämlich überall Wasser, verstreut sich auch die Population viel gleichmäßiger auf das gesamte Areal.

Besondere Nischen, eindrückliche Biotope

 

Aber ich habe Glück, immer wieder tauchen kleine Pferdefamilien in meinem Sichtfeld auf. Das besonders weiche Licht dieser Frühlingstage streichelt ihre Silhouetten sanft und das satte Grün bietet dem Auge natürliche Kontraste. Ich stromere stundenlang auf dem Plateau umher. Meine Körper fühlt sich trotz der Strapazen der letzten Tage fit an und ich bin voller Tatendrang. Da biege ich schon in die nächste Weggabelung ein, dort wartet gleich der nächste See auf mich. Dann drehe ich wieder um und nehme einfach die gegenüberliegende Abzweigung. Überall entdecke ich Neues, jeder Teil des Parks ist für sich ein kleines Biotop mit ganz eigenwilligen Ausprägungen der Natur, in den unterschiedlichsten Farbschattierungen überzogen mit glitzernden Diamanten, die mir von den Seen entgegenfunkeln.

Einzigartiges Lebensgefühl

 

Zwischen moosbewachsenen Felsen blickt mir ein Hengst entgegen, der wohl alleine die Gegend durchstreift. Die Korkeichen, die hier schon seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet werden, haben sich wieder eine neue Borke zugelegt und damit ihren Stamm wieder verschlossen und gegen den Rest der Welt abgeschirmt. An den Kerben und Stufen in der Borke kann man noch erkennen, wo ihnen jahrelang das begehrte Material vom Leib geschnitten wurde. Jetzt dürfen sie endlich ihren wohlverdienten Ruhestand genießen. Als hätte man die Schwelle zu einem Seniorenheim überschritten, ruhen die alten, zerfurchten Bäume im Schatten ihrer Angehörigen. Still lassen sie die Welt an sich vorbeiziehen, trotzen Stürmen und wochenlangen Niederschlägen und wissen sich auch vor der sengenden Sonne im Sommer zu verteidigen. Dieses Wäldchen hier strahlt soviel Beständigkeit und Akzeptanz aus, das diese Ruhe direkt auf mich abfärbt, in mich hineinkriecht und mir einen tiefen Seufzer entlockt. Die isolierten Tage in meinem Van sind nun vorbei. Umgeben von dieser aufreizenden Natur darf ich nun endlich meine Speicher wieder aufladen.

Die Zeiten der Isolation sind vorbei

 

Ich erkunde alle vier Himmelsrichtungen auf dem riesigen Areal, wuchte mich mit dem Fahrrad durch kniehohe Pfützen, bleibe im Schlamm stecken und stakse durchs Unterholz auf Lichtungen, wo die tiefstehende Sonne alles in einen zauberhaften Schauplatz verwandelt, der aussieht, als sei er einem Gemälde des Impressionismus entsprungen. Endlich kann ich meiner Leidenschaft der Fotografie nachgehen. Beim Anblick von soviel Schönheit und den unglaublichen Lichtspielen kribbelt es in meinen Fingerspitzen. Und so versuche ich möglichst nah an die Tiere heranzukommen, die ich zwischen den Bäumen erahne. Da setzt sich die Herde in Bewegung und galoppiert davon. Und als würde eines der Tiere im Bunde noch seinen Unmut über meinen fehlenden Respekt wegen der Unterschreitung ihrer Fluchtdistanz kundtun, streckt es mir seinen Mittelfinger entgegen indem es mir seine Hinterhand aus sicherer Distanz entgegenschleudert und davonbuckelt. Ich lache und drücke genau in diesem Moment ab.

Und welches Abenteuer wartet auf euch da draußen? Herzlichst, Conny

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Marlitt Wendt

 

 

Ich bin Verhaltensbiologin und eine Pionierin auf dem Gebiet des Trainings mit positiver Verstärkung für Pferde. Das was zunächst als private Leidenschaft begann, ist seit fast 20 Jahren meine Berufung. Ich habe meinen Traum verwirklicht und durfte mein Wissen und meine Erfahrung als Autorin in vielen Sachbüchern und Fachartikeln veröffentlichen und als Dozentin auf Seminaren im gesamten deutschsprachigen Raum in der Praxis umsetzen. RPlus ist nun die Quintessenz meiner bisherigen Arbeit. Mit RPlus als Idee, positive Verstärkung in ihrer Gesamtheit darzustellen und den Grundgedanken des Gebens wirklich zu leben, veröffentliche ich hier lerntheoretische Inspirationen, meine eigenen Ausbildungskonzepte und persönliche Einblicke in meine Pferdewelt.

Conny Ranz

 

 

Ich bin Pferdefotografin und Grenzgängerin. Mit meiner Kamera bewege ich mich zwischen den Welten. Zwischen Tier und Mensch, zwischen Traum und Realität. Pferde ihrer Natur entsprechend in ihrer ganzen Persönlichkeit zu zeigen, begeistert mich damals wie heute. Dazu bin ich unter anderem europaweit auf den Spuren der Wildpferde unterwegs. Diese Begegnungen erwecken stets den Mut zur Freiheit in mir. Mit meinen Bildern durfte ich bereits an einigen Buchprojekten namhafter Verlage sowie in diversen Pferdemagazinen mitwirken. Vor allem aber verleihe ich damit unserem gemeinsamen Herzensprojekt RPlus aus vollster Überzeugung Flügel.

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AUTHOR: Conny Ranz & Marlitt Wendt