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„Langsam, leise und lieb“ | RPlus
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Ein besseres Motto für unser Leben mit Pferden

 

Das Motto „langsam, leise und lieb“ habe ich in der Beschreibung eines Projekttages für lernbehinderte Kinder mit Ponys gelesen. Dabei kam mir sofort in den Sinn, dass sich dieser Wahlspruch auch ganz allgemein auf das Wunschbild vom Leben mit unseren Pferden übertragen lässt. Viel zu oft sind wir nämlich weit von diesem schönen Lebensmotto entfernt und orientieren uns eher an dem allseits bekannten „höher, schneller, weiter“. Wie oft wollen wir nach außen zeigen was wir können, ohne uns einzufühlen, ob auch das OK von Seiten des Pferdes gegeben ist?

Was passiert dabei?

 

Dabei stellen wir unseren Drang zur Selbstdarstellung, das Zeigen unserer besten Tricks und Kunststücke über das zufriedene Wohlergehen der Pferde. Muss es wirklich immer wieder ein neuer spektakulärer Trick sein? Muss es immer weiter gehen? Diese Frage kann jeder nur für sich selbst beantworten. Ich persönlich denke nur, man sollte sich die Frage stellen, warum man denn eigentlich immer nach „mehr“ strebt. Ist es wirklich eine fruchtbare Lernerfahrung für mein Pferd und mich? Zeigt dieser immer wiederkehrende Wunsch nach einem neuen Reiz nicht einen Mangel in unserem eigenen Empfinden? Eigentlich ist das Pferd nicht dafür zuständig für unsere Erfüllung des eigenen Lebensthemas. Wann gibt es einmal Zeit einfach für die innere Zufriedenheit in dem was jetzt gerade ist? Wer immer nach dem nächsten strebt, vergisst oft das Sein in der Gegenwart. Das Auskosten der schon erreichten Ziele. Das wahre Leben miteinander im Einklang.

Selbstdarstellungsplattform Pferd?

 

Wer zwingt uns dazu, uns weiter in die Spirale des Erfolgsdrucks, in die Mühlen des „höher, schneller, weiter“ zu begeben? Natürlich letztlich wir selbst. Wir sind es, die sich anstecken lassen vom Leistungsdenken, wir orientieren uns an falschen Vorbildern, wir wollen unser Ego mit Hilfe des Pferdes streicheln. Jeden von uns betrifft diese Spirale ein Stück weit. Wie weit man sich mitreißen lässt, bleibt uns selbst überlassen. Wir haben es selbst in der Hand unser Lebensmotto zu ändern und uns eher an sozial verträglichen Werten zu orientieren. Sicher stehen die Begriffe „langsam, leise und lieb“ bei jedem von uns für etwas anderes.

Für mich steht: „langsam“

 

für das genussvolle Erleben unserer gemeinsamen Lebenszeit. Ich möchte mich einlassen auf den Lebensrhythmus der Pferde, möchte ihnen und mir die Zeit geben, die wir brauchen, um Erfahrungen nicht nur irgendwie zu machen, sondern diese zu genießen. „Langsam“ steht für mich auch für ein bewusstes Handeln, für ein gründliches Verstehen und dafür wirklich den Weg als Ziel zu sehen.

„leise“

 

für das in mir Ruhen und mit dem Pferd auf eine ruhige Kommunikationsebene auf Augenhöhe zu gelangen. „Leise“ bedeutet für mich auch, dass ich nicht alles, was ich meine zu wissen oder zu können laut nach außen tragen muss und andere damit unter Zugzwang zu setzen. Wir müssen uns nicht gegenseitig etwas beweisen, denn wir wissen meiner Meinung nach sowieso nichts wirklich – höchstens können wir eine Ahnung davon haben, was für uns selbst gut ist.

„lieb“

 

für das Gefühl in der Beziehung mit Pferden. Fragt man sein Herz und sieht das Pferd wirklich ehrlich als Partner an, so wird man die wirkliche Bedeutung der liebevollen Handlung begreifen. Manche Aktionen und Anforderungen, die wir an unsere Pferde stellen, sind mit einem von Herzen gefühlten „lieb“ zu dem Pferd zu sein gar nicht denkbar. Sobald ich mich selbst von dieser inneren liebevollen Haltung entferne, möchte ich innehalten und wieder an den für mich höchsten Wert denken: An die Liebe zu unseren Mitgeschöpfen.

Von Herzen, Marlitt

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Marlitt Wendt

 

 

Ich bin Verhaltensbiologin und eine Pionierin auf dem Gebiet des Trainings mit positiver Verstärkung für Pferde. Das was zunächst als private Leidenschaft begann, ist seit fast 20 Jahren meine Berufung. Ich habe meinen Traum verwirklicht und durfte mein Wissen und meine Erfahrung als Autorin in vielen Sachbüchern und Fachartikeln veröffentlichen und als Dozentin auf Seminaren im gesamten deutschsprachigen Raum in der Praxis umsetzen. RPlus ist nun die Quintessenz meiner bisherigen Arbeit. Mit RPlus als Idee, positive Verstärkung in ihrer Gesamtheit darzustellen und den Grundgedanken des Gebens wirklich zu leben, veröffentliche ich hier lerntheoretische Inspirationen, meine eigenen Ausbildungskonzepte und persönliche Einblicke in meine Pferdewelt.

Conny Ranz

 

 

Ich bin Pferdefotografin und Grenzgängerin. Mit meiner Kamera bewege ich mich zwischen den Welten. Zwischen Tier und Mensch, zwischen Traum und Realität. Pferde ihrer Natur entsprechend in ihrer ganzen Persönlichkeit zu zeigen, begeistert mich damals wie heute. Dazu bin ich unter anderem europaweit auf den Spuren der Wildpferde unterwegs. Diese Begegnungen erwecken stets den Mut zur Freiheit in mir. Mit meinen Bildern durfte ich bereits an einigen Buchprojekten namhafter Verlage sowie in diversen Pferdemagazinen mitwirken. Vor allem aber verleihe ich damit unserem gemeinsamen Herzensprojekt RPlus aus vollster Überzeugung Flügel.

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AUTHOR: Conny Ranz & Marlitt Wendt