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RPlus | Blicktarget nach Marlitt Wendt
Video und Artikel zum Blicktarget nach Marlitt Wendt
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Fitness nebenbei erhöhen

 

Die Arbeit an unterschiedlichen Geräten ermöglicht es auch ungerittene Pferde optimal zu trainieren und die Muskulatur gezielt aufzubauen und zu stärken. Wenn man denn weiß worauf man achten sollte, damit die richtigen Muskelpartien aktiv werden und das Pferd nicht überfordert wird. Gerade beim Wippentraining ist es von Vorteil kleinschrittig vorzugehen und auf einige Dinge unbedingt von Beginn an zu achten. Im Video sehen wir die inzwischen leider nicht mehr hier unter uns weilende Shetlandpony-Dame Alisha und ihren Herzensmenschen Barbara beim Training. Für mich ist es wunderschön, dass wir diese schöne Erinnerung an dieses einzigartige Pony haben.

Grundsätzliches zur Wippe

 

Ob selbstgebaut oder vom Profi angefertigt, stabil muss die Wippe sein und für die hier gemeinte Art des Körpertrainings eignen sich am besten solche mit einem abgerundeten Unterbau, so dass die Wippbewegung möglichst gleichmäßig ist. Am besten verwendet man zunächst beim unerfahrenen Pferd Unterlagen unter beiden Enden der Wippe, damit sie nicht von Beginn an so stark wackelt. Im Video sind aus diesem Grund noch Autoreifen untergelegt. Je nach Pferdegröße und -gewicht kann man auch noch mehr Material unterlegen, um die Wippe zunächst quasi wie eine Brücke zu verwenden. Über dieses Stadium ist Alisha im Video bereits hinaus und wir wollen schauen wie wir weiterarbeiten um tolle gleichmäßige Wippbewegungen zu erlangen.

Aufsteigen ist toll

 

Ob Anfänger*in oder Fortgeschritten, das Betreten der Wippe wird immer belohnt. Alisha soll nun lernen gezielt zu wippen. Zunächst sehen wir im Video in der Kurssituation noch, dass Barbara ein paar mögliche Click-Momente verpasst, in denen man von der Seite betrachtet durchaus eine Bewegung sehen würden. Daher ist es aus der Perspektive des*der Trainer*in wichtig einen guten Blick auf den gesamten Körper des Pferdes zu haben, um wirklich mitzubekommen, wann das Pferd eine Wippbewegung macht. Dann würde man häufiger belohnen können und müsste nicht wie zu Beginn im Video das Pferd seiner Position korrigieren.

Eigeninitiative zulassen

 

Im Idealfall wäre es also immer so, dass man einen Shaping-Prozess durchläuft. Man clickt jede kleinste Wippbewegung und füttert geschickt so, dass der Kopf und der Hals von der Position her die nächste Wippbewegung ermöglichen. Beispielsweise könnte man jeweils den tiefsten Punkt vorne clicken. Ich persönlich achte dabei immer darauf wirklich die Bemühungen des Pferdes zu beobachten und nicht nur die Stellung der Wippe. Es kann nämlich sonst leicht sein, dass das Pferd die Bewegung mit jeweils einem Schritt vor und einem zurück erzeugt und nicht wie es sinnvoller wäre durch seine Körperspannung im Rumpf und ein setzen auf die Hinterhand. Ab Minute 1:30 coache ich Barbara deshalb ein wenig, um wirklich möglichst jede Möglichkeit zum Clicken zu treffen und Alisha nicht zu viel herumprobieren zu lassen. Es gilt der Grundsatz so viele Belohnungen wie möglich zu verteilen, um keinen Frust aufkommen zu lassen und das Pferd nicht darauf zu bringen andere als die gedachte Verhaltensweise auszuprobieren. Daher unbedingt direktes, häufiges Feedback geben.

Der Mittelpunkt

 

Logischerweise wippt es sich am besten, je ausbalancierter das Pferd über der Mitte der Wippe steht. Ist es beispielsweise viel zu weit vorne und müsste sehr viel Kraft aufbringen um sich aus dem Rumpf heraus mit gebeugten Hanken zu setzen, so wird es dies vermutlich eher nicht von sich aus anbieten, sondern im Zweifelsfall eher einen Schritt rückwärtsgehen. Steht es ideal über dem Mittelpunkt kann es je nach Ausbildungsstand und bereits vorhandener Muskulatur und Geschick direkt in fließende Wippbewegungen gleiten ohne die Hufe versetzen zu müssen.

Unbedingt die Gelenke des Pferdes schonen!

 

Da eine klassische Wippe immer wieder hart auf den Boden auftrifft und dadurch vor allem die Gelenke der Beine sehr stark beansprucht werden, ist es wichtig entweder eine Wippe mit durchgehender Rundung unterhalb zu besorgen, oder aber die vorhandene Wippe entsprechend abzupolstern. Es geht also nicht um die spektakuläre Bewegung, sondern eher um die fließende, gleichmäßige Bewegung. Wie immer ist nicht der Trick das Ziel, sondern das Bewegungsgefühl des Pferdes zu verbessern, seine Körperwahrnehmung zu stärken und die Tiefenmuskulatur anzuregen. Denn diese Muskulatur ist es, die den Pferdekörper von innen heraus stabilisiert.

An die Wippen, fertig, los!! Marlitt

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Marlitt Wendt

 

Ich bin Verhaltensbiologin und eine Pionierin auf dem Gebiet des Trainings mit positiver Verstärkung für Pferde. Das was zunächst als private Leidenschaft begann, ist seit fast 20 Jahren meine Berufung. Ich habe meinen Traum verwirklicht und durfte mein Wissen und meine Erfahrung als Autorin in vielen Sachbüchern und Fachartikeln veröffentlichen und als Dozentin auf Seminaren im gesamten deutschsprachigen Raum in der Praxis umsetzen. RPlus ist nun die Quintessenz meiner bisherigen Arbeit. Mit RPlus als Idee, positive Verstärkung in ihrer Gesamtheit darzustellen und den Grundgedanken des Gebens wirklich zu leben, veröffentliche ich hier lerntheoretische Inspirationen, meine eigenen Ausbildungskonzepte und persönliche Einblicke in meine Pferdewelt.

Conny Ranz

 

Ich bin Pferdefotografin und Grenzgängerin. Mit meiner Kamera bewege ich mich zwischen den Welten. Zwischen Tier und Mensch, zwischen Traum und Realität. Pferde ihrer Natur entsprechend in ihrer ganzen Persönlichkeit zu zeigen, begeistert mich damals wie heute. Dazu bin ich unter anderem europaweit auf den Spuren der Wildpferde unterwegs. Diese Begegnungen erwecken stets den Mut zur Freiheit in mir. Mit meinen Bildern durfte ich bereits an einigen Buchprojekten namhafter Verlage sowie in diversen Pferdemagazinen mitwirken. Vor allem aber verleihe ich damit unserem gemeinsamen Herzensprojekt RPlus aus vollster Überzeugung Flügel.

AUTHOR: Conny Ranz & Marlitt Wendt